Newsblog: Das war Der Morgen @SPIEGELONLINE am 12.6.2017

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Es ist tatsächlich passiert: Nicht nur Donald, sondern auch Melania Trump wohnt jetzt im Weißen Haus. Gestern zogen die First Lady der USA und der gemeinsame Sohn Barron nach Washington um. “Es ist offiziell! FLOTUS & Barron sind nach DC gezogen! Willkommen daheim”, twitterte Stephanie Grisham, die Pressesprecherin der Präsidentengattin. FLOTUS steht für “First Lady of the United States”.

Auch Melania Trump selbst twitterte die Neuigkeit in die Welt hinaus. “Freue mich auf die Erinnerungen, die wir im neuen Heim sammeln werden! Umzugstag”, lautete ihre Nachricht. Dazu postete sie ein Foto aus dem Fenster des Weißen Hauses mit Blick auf das Washington Monument. Melania und Barron hatten bisher im Familien-Penthouse im Trump Tower in New York gelebt, da der elfjährige Trump-Sohn dort noch sein Schuljahr abschließen sollte.

Donald Trump, der sonst ja gern alles ausgiebig betwittert, äußerte sich beim Kurznachrichtendienst bisher nicht zur präsidialen Familienzusammenführung.

Rund drei Stunden “Morgen” sind schon rum – das ging heute (zumindest meinem Gefühl nach) wieder einmal ziemlich schnell. Ich danke Ihnen sehr für Ihr Interesse und hoffe, dass Sie sich nachrichtenmäßig gut für den Start in die Woche gerüstet fühlen. Kommen Sie gut gelaunt, erfolgreich und mit vielen kreativen Ideen durch diesen Tag – ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen und -lesen! Und schauen Sie ab und zu mal hier bei SPIEGEL ONLINE vorbei, wir halten Sie natürlich bei allen wichtigen Entwicklungen im In- und Ausland, in Politik, Kultur und Sport, bei Prominenten und Nichtprominenten auf dem Laufenden.

Machen Sie’s gut!

Auf dem Straßen Venezuelas wird seit Monaten gegen die Regierung protestiert, das Land leidet unter den politischen Spannungen und der dramatischen Wirtschaftskrise. Jetzt spitzt sich die Situation noch einmal zu: In einer Botschaft aus dem Gefängnis heraus hat Oppositionsführer Leopoldo López die Soldaten im Land aufgefordert, sich der Regierung zu widersetzen. Rebellion sei verfassungskonform, wenn die Regierung die Menschen unterdrücke, sagte López in einer am Sonntag veröffentlichten Videobotschaft: “Ihr habt das Recht und die Pflicht, euch aufzulehnen, gegen Anordnungen zu rebellieren, die versuchen, das venezolanische Volk zu unterdrücken, zu rebellieren, um die Verfassung einzuhalten.”

Es ist bereits das zweite Video von einem in einem Militärgefängnis inhaftierten Politiker, das in den vergangenen Wochen an die Öffentlichkeit gelangt ist. Auch die Armee wolle Freiheit und Demokratie, so López weiter. Er habe diesen Eindruck bei Gesprächen mit Militärs bekommen. 

Arbeitsüberlastung beklagt der Berufsverband der Kinder- und Jugendmediziner in Deutschland. Einigen Kinderärzten bleibe nichts anderes übrig, als Aufnahmestopps zu verhängen, sagte Verbandssprecher Hermann Josef Kahl der “Neuen Osnabrücker Zeitung“. Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen, eine wieder steigende Geburtenrate und Flüchtlingskinder verschärften die Situation in den Praxen.
Foto: AFP

Pandabären und Börse – wie hängt das zusammen? So: Die Geburt eines Pandababys im Tokioter Zoo hat die örtlichen Restaurantbetreiber heute beflügelt. Börsianern zufolge spekulierten Anleger darauf, dass das Neugeborene nicht nur dem Ueno Zoo, sondern auch den Gastronomen in der unmittelbaren Umgebung zusätzliche Besucher beschert. Die Papiere der Restaurantkette Totenko stiegen daraufhin um bis zu 38 Prozent auf ein Zehn-Jahres-Hoch von 290 Yen. Die Titel des Konkurrenten KK Seiyoken gewannen in der Spitze gut elf Prozent und waren mit 978 Yen so teuer wie zuletzt vor dreieinhalb Jahren.

Studienberatung gesucht? Wenn Ihr Nachwuchs auch gerade unschlüssig auf unzähligen Hochschul-Homepages herumklickt, weil er oder sie nicht weiß oder sich nicht festlegen möchte, wie es nach dem Abitur weitergeht, dann empfehle ich Ihnen das Interview, das meine Kollegin Julia Köppe mit einem Studienberater geführt hat – bitte hier entlang.

Es ist nicht mehr ganz so sonnig und warm wie am Wochenende, aber immer noch sehr ordentlich (außer im Norden, wo es gebietsweise bei wechselnder bis starker Bewölkung zu leichtem Regen kommen kann). Die Temperaturen steigen heute südlich von Mosel und Main auf 24 bis 29 Grad. Sonst werden es 20 bis 25, im Nordwesten und in Küstennähe aber leider nur 17 bis 20 Grad. Wenn Sie es postleitzahlengenau wissen wollen, werden Sie hier fündig.

Haben Sie auch diese Anfälle von Kopfkino und unkontrollierbaren Assoziationen, wenn Sie FLOTUS hören? Das schreibt jedenfalls eine Morgen-Leserin. Wie geht es Ihnen damit?

Foto: AP

“China raus!”, fordern Demonstranten vor dem chinesischen Konsulat im philippinischen Manila. Sie beziehen sich damit auf den Bau künstlicher Inseln durch China im südchinesischen Meer und verlangen von der philippinischen Regierung, die Souveränität des Landes wieder herzustellen.

Sonnige Arbeitsmarktaussichten: Die deutsche Wirtschaft rechnet in diesem Jahr mit 500.000 neuen Jobs. Das gehe aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor, berichtete die “Rheinische Post” in ihrer heutigen Ausgabe. Die meisten Jobs entstehen demnach mit 130.000 bei Gesundheitsdienstleistern. Hier werde die Nachfrage nach Arbeitskräften angetrieben durch die alternde Gesellschaft sowie ein immer größeres Gesundheitsbewusstsein. Auch die Bundesagentur für Arbeit bezeichnete die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in ihrem jüngsten Monatsbericht für Mai als weiterhin günstig. Im vergangenen Monat sank die Arbeitslosenquote auf 5,6 Prozent.

Bei einer Messerstecherei in Wiesbaden ist am Wochenende ein Mensch ums Leben gekommen. Mittlerweile hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen. Neue Erkenntnisse hätten zu den Festnahmen geführt, sagte eine Polizeisprecherin am Morgen. “Es besteht erst einmal nur der Verdacht, weitere Ermittlungen müssen folgen.” Im Laufe des Tages will die Polizei nähere Details nennen. Bei dem Streit zwischen zwei Gruppen in der Fußgängerzone von Wiesbaden war in der Nacht zum Sonntag ein 19-Jähriger getötet worden. Zwei weitere Männer im Alter von 18 und 19 Jahren wurden verletzt. Wie genau es zu der Auseinandersetzung kam, sollen weitere Ermittlungen klären.

Über Turnschuhfans hört man ja gelegentlich schon mal seltsame Dinge – dass sie für besondere Modelle zum Beispiel nächtelang vor irgendwelchen Sportartikelgeschäften campieren. Diese Meldung hier allerdings dürfte auch hartgesottene Sportfreunde beeindrucken: Ein paar Schuhe von US-Basketballstar Michael Jordan wurden jetzt für sagenhafte 190.000 Dollar versteigert.

Bahnt sich da ein neuer Trend an? Kann ich mich da noch irgendwie dranhängen? Ich hätte ein Paar Laufschuhe abzugeben, wenn der Preis stimmt. Angebote bitte gerne mailen.

Hier ist der schnelle Nachrichtenüberblick um 8 Uhr:

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius fordert gemeinsame Katastrophenschutz-Übungen von Bund und Ländern zur Abwehr von Cyber-Angriffen. “Hackerangriffe auf lebenswichtige Systeme der Gesellschaft sind keine Fiktion mehr, sondern längst Realität”, sagte der SPD-Politiker der “Neuen Osnabrücker Zeitung“. Es sei daher notwendig, “dass sich unser Land auf solche Vorfälle viel intensiver als bisher vorbereitet”. Niedersachsen wolle entsprechende Szenarien in den kommenden Jahren länderübergreifend und gemeinsam mit dem Bund üben, sagte Pistorius. “Wir sollten nicht warten, bis etwas Schlimmeres passiert, sondern jetzt damit beginnen.”
Foto: Reuters

Ist das wirklich – ein Baby, das an einer Steckdose aufgeladen wird? Ja, Sie haben das richtig gesehen. Die Batterien dieses hyperrealistischen Silicon-Kinds waren leer, und deshalb musste die Puppe ans Aufladekabel. Das Foto ist bei der Bilbao Reborn Doll Show entstanden, einer Messe für Silcion- und Vinyl-Babys. Gibt’s im spanischen Bilbao wirklich, kein Scherz.

Es stinkt gewaltig. Und deshalb bekommen 200 Schweine, die bislang in einem buddhistischen Tempel in Thailand zu Hause waren, eine neue Heimat. Die Tiere aus dem Tempel Wat King Kaew in der Nähe von Bangkok werden auf Beschluss des Ordens zwangsumgesiedelt, wie ein Sprecher der Anlage heute mitteilte. Der Gestank war so unerträglich, dass Kinder aus einem nahe gelegenen Heim nur noch mit Atemschutzmaske nach draußen durften. Auch andere Nachbarn und Besucher hatten sich beschwert. In dem Tempel – etwa eine Autostunde von Bangkok entfernt – lebten bereits seit mehreren Jahren einige Schweine, die von ihren früheren Besitzern laufen gelassen worden waren. Im Lauf der Zeit wurden es aber mehr und mehr. Jetzt, in der Regenzeit, schwammen auch ihre Exkremente überall herum. Künftig sollen die 200 Schweine wieder bei Bauern leben, mehrere Hundert Kilometer weiter im Norden.

Trauriger Geburtstag: Bivsi Rana wurde gestern 15 Jahre alt. Bivsi ist die Duisburger Schülerin, die aus dem Unterricht heraus nach Nepal abgeschoben wurde, obwohl sie in Deutschland geboren wurde. Wie die “Rheinische Post” am Wochenende berichtete, hätte das Mädchen mit dem gestrigen Tag alle Voraussetzungen nach dem Bleiberecht erfüllt: mindestens sechsjähriger Aufenthalt in Deutschland, positive Integration, mindestens sechsjähriger Schulbesuch. “Bivsi hätte alle Anforderungen erfüllt”, zitiert die Zeitung den Schulpflegschaftsvorsitzenden des Duisburger Gymnasiums, das Bivsi besuchte, “das soll keine Verschwörungstheorie sein, aber ich glaube, der Fall wurde ganz bewusst so abgewickelt.” Für heute ist eine Demonstration in Duisburg geplant.
Foto: Reuters

So sieht’s aus, wenn Batman zum Isle-of-Wight-Festival geht und zwischendurch Durst bekommt. Der biertrinkende Superheld feierte am Wochenende im Seaclose Park auf der Isle of Wight vor der Südküste Großbritanniens.

Neuer Kampfjet im Anflug: Der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus entwickelt ein neues Kampfflugzeug. “Wir arbeiten in Deutschland und Spanien an verschiedenen Bausteinen dafür. Ein Teil der Finanzierung kommt von den Regierungen, wir hoffen auf mehr”, sagte Fernando Alonso, Chef der Rüstungssparte Airbus Military, dem “Handelsblatt”. Es gehe um ein integriertes System, das Drohnen, Kampfflugzeuge, Satelliten sowie Kommando- und Kontrollflugzeuge verbinde. “Wir hoffen, dass auch Frankreich teilnehmen wird, denn wir müssen es in Europa gemeinsam machen, es gibt keinen Platz mehr für zwei oder drei verschiedene Systeme.” Nun sei die Zeit reif dafür, eine Entscheidung in Europa zu treffen und umzusetzen. Mehr dazu lesen Sie hier. Das “Future Combat Air System” (FCAS) könnte dem Bericht zufolge in Deutschland sowohl den Eurofighter als auch den Tornado ersetzen.

In Russland hat es einen schweren Unfall gegeben. Bei einem Busunglück in Sibirien sind in der Nacht mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Nach ersten Angaben der Polizei wurden zudem rund 40 Insassen des Fahrzeugs verletzt, berichten russische Agenturen. Der Bus hatte sich aus noch unbekannter Ursache auf der Strecke zwischen Irkutsk und Tschita überschlagen. An Bord des Fahrzeugs waren orthodoxe Pilger.

Ein schnelles Nachrichten-Update um 7 Uhr:

Drei Menschen sind durch einen Molotowcocktail in einem Pariser Restaurant schwer verletzt worden. Ein Unbekannter hatte am Abend den Brandsatz in das Restaurant im Vorort Aubervillers geworfen. Die Verletzten, die schwere Verbrennungen erlitten, wurden mit Hubschraubern ins Krankenhaus geflogen. Starker Rauch in dem Gebäude erschwerte die Suche nach möglichen weiteren Opfern. Über die Hintergründe der Tat liegen nach Angaben der Polizei noch keine Angaben vor.

Neue Schulfächer werden ja gern mal gefordert. Da wünschen sich die Verbraucherzentralen den Umgang mit Geld und Versicherungen als Thema im Unterricht, die Wirtschaftsverbände fordern ein Schulfach “Wirtschaft”, die Informatikverbände Unterricht im Programmieren. Heino hat sich sogar schon mal für “Volksmusik” als Fach ausgesprochen. Und auch Moderator und Mediziner Eckart von Hirschhausen hätte da so eine Idee: Er will, dass Psychologie als Schulfach an die Schulen kommt. “Alle haben Angst davor, depressiv, dement oder verrückt zu werden. Ich auch”, sagte von Hirschhausen dem “Kölner Stadt-Anzeiger“. Der Ausbruch vieler psychischer Erkrankungen könnte verhindert oder verzögert werden, meint von Hirschhausen. Dazu müsse man aber mehr darüber wissen, wie wir ticken und vor allem: wie wir austicken.

Und was machen Sie so, wenn Sie durch die Stadt laufen? Mal schnell die Mails auf dem Handy checken? Seien Sie bitte vorsichtig.

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Bemerkenswert finde ich ja die Reaktion der beiden Passantinnen, die sich erst mal überhaupt nicht trauen, in das Loch zu schauen oder gar zu helfen…

Foto: dpa

Nach einem Mastbruch und mehrwöchiger Zwangspause nimmt die australische Profiseglerin Lisa Blair einen neuen Anlauf, die Umrundung der Antarktis im Alleingang zu Ende zu bringen. Von Kapstadt in Südafrika startete die 32-Jährige gestern in Richtung Heimat. Mindestens 32 Tage dürfte die Etappe dauern, allerdings segelt Blair direkt in den antarktischen Winter hinein. Die Seglerin möchte die erste Frau sein, der eine Umrundung der Antarktis mit nur einer Unterbrechung gelungen ist.

Unruhig war die Nacht in Indonesien: Ein Erdbeben der Stärke 5,6 hat die Insel Java erschüttert. Die Auswirkungen waren Augenzeugen zufolge auch in der Hauptstadt Jakarta zu spüren. Nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde wird jedoch mit keinen größeren Schäden gerechnet. Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben der Behörden in etwa zehn Kilometer Tiefe vor Java im Indischen Ozean, etwa 97 Kilometer südsüdwestlich der Stadt Cibungur.

Mit einem Triebwerkschaden ist ein Airbus der China Eastern Airlines kurz nach dem Start in Sydney zurückgekehrt und dann notgelandet. In der Hülle des Triebwerks klaffte ein großes Loch, das durch ein Problem in der Luftansaugung aufgerissen worden war. Zum Glück wurde niemand verletzt.

Foto: dpa

Die Besatzung des Fluges MU736 am Sonntagabend auf dem Weg nach Shanghai habe den Schaden an der Triebwerkshülle “rechtzeitig” entdeckt, sodass der Kapitän umgehend beschlossen habe, wieder umzukehren, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua.

Lassen Sie uns einen Blick auf die vergangenen Stunden werfen – was war sonst noch los in der Welt? Es sind ja schließlich auch Dinge passiert, die wirklich wichtig sind.

  • Das lief ziemlich rund für Emmanuel Macron bei der französischen Parlamentswahl: Seine Partei wurde klar zur stärksten Kraft, er darf nach der Stichwahl kommenden Sonntag auf eine komfortable absolute Mehrheit hoffen.
  • In der Bundesregierung ist man über das französische Wahlergebnis ziemlich erleichtert – so lässt sich jedenfalls der Tweet von Regierungssprecher Steffen Seibert lesen.
  • Puerto Rico möchte gern der 51. US-Bundesstaat werden – dafür haben sich die Bewohner bei einer Abstimmung mit überwältigender Mehrheit ausgesprochen. Offiziell sind sie schon jetzt US-Bürger, dürfen aber an Wahlen bisher nicht teilnehmen. Und das wird sich wohl auch so schnell nicht ändern.

Montagmorgen, kurz vor 6 Uhr. Guten Morgen, verehrte Leserin und lieber Leser! Lust auf Nachrichten, Kurioses, Gossip – kurz: alles, was Sie für den Start in den Tag und die Woche brauchen? Dann sind Sie in den kommenden drei Stunden genau richtig hier im “Morgen” bei SPIEGEL ONLINE. Mein Name ist Armin Himmelrath, und wenn unterwegs etwas sein sollte, erreichen Sie mich unter [email protected] oder bei Twitter unter @AHimmelrath. Bitte folgen Sie mir unauffällig zu den Nachrichten des Tages.

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